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Wellness, Gesundheit & Ernährung

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Inhaltsverzeichnis

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Verfahren, das im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin Anwendung findet. Bei der Akupunktur werden bestimmte Punkte des Körpers auf eine spezielle Weise stimuliert. Diesbezüglich gibt es drei unterschiedliche Verfahren:

  • die Methode des Einstichs durch eine sehr dünne Nadel,
  • das auch als Moxibustion bezeichnete Erwärmen jener Punkte, sowie
  • die unter dem Begriff Akupressur bekannte Druckmassage

Die Akupunktur beruht auf der Erkenntnis, dass die Lebensenergie des Menschen auf den so genannten Meridianen zirkuliert und diesbezüglich die Körperfunktionen steuert. Diverse Erkrankungen sind demnach auf eine Störung des Energieflusses zurückzuführen. Durch die Behandlung der Akupunkturpunkte, die sich der Lehre nach auf den Meridianen befinden, sollen die Störungen beseitigt werden.

Des Weiteren basiert die Akupunktur auf den beiden Prinzipien Jin und Jang, die der chinesischen Weltanschauung entsprechend die einander ergänzenden und zugleich bedingenden Grundsätze des Lebens verkörpern, zum Beispiel männlich und weiblich oder hell und dunkel. Erst später wurde die auf Jin und Jang basierende Lehre durch die Erkenntnisse über die Meridiane sowie mit der Fünf-Elemente-Lehre ergänzt.

Die Akupunktur ist ein altes Heilverfahren, dessen Ursprünge im zweiten Jahrhundert vor der Zeitrechnung zu suchen sind. Bereits in der Zeit zwischen dem zweiten Jahrhundert vor, beziehungsweise dem zweiten Jahrhundert nach der Zeitwende wurden diverse Akupunktur-Stichtechniken, die hierfür zu verwendenden Nadeln sowie rund 160 klassische Akupunkturpunkte in alten chinesischen Schriften beschrieben.

Der systematische Aku-Moxi-Klassiker aus der Feder von Huang Fumi enthält hingegen bereits eine Anordnung von 349 Akupunkturpunkten. Heute unterscheidet man etwa 400 verschiedene Akupunkturpunkte, die sich allesamt auf den Meridianen befinden sollen.

Eine Akupunktur-Behandlung dauert im Regelfall zwischen 20 und 30 Minuten. Der zu behandelnde Patient verharrt während der Prozedur in einer für ihn sehr bequemen Lage entweder im Liegen oder im Sitzen. Vor dem Setzen der Nadel erfolgt üblicherweise eine sanfte Massage des betreffenden Punktes. Während einer Behandlungsperiode werden selten mehr als 16 Nadeln gesteckt. Normalerweise ist nur ein kleiner Piks zu spüren, auch wenn die Nadel mehrere Zentimeter in das Gewebe hineinreicht.

Die Akupunktur wird insbesondere bei Bronchialasthma und diversen Erkrankungen des Atmungssystems, bei Schlafstörungen, neurologischen Störungen, muskuloskeletalen Erkrankungen, Augenerkrankungen, Störungen des Magens und bei Munderkrankungen angewandt.

Des Weiteren werden auch chronische Schmerzen und schwangerschaftsbedingte Beschwerden häufig durch eine Akupunktur-Therapie behandelt. Manche Hebammen wenden diese Methode bereits mehrere Wochen vor dem Geburtstermin an, um den Muttermund weicher zu machen und dadurch die Geburt zu erleichtern.

Die Wirksamkeit der Akupunktur ist umstritten. So konnte zwar im Rahmen klinischer Studien eindeutig nachgewiesen werden, dass die Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen, bei Schmerzen infolge einer Kniegelenksarthrose sowie als Vorbeugung gegen Migräne helfen kann, allerdings hat eine Scheinakupunktur den gleichen Erfolg gezeigt, so dass mitunter auch ein Placebo-Effekt vorliegen kann.

Die Kosten für die Akupunkturbehandlung wird in der Regel dann von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn der Patient zum Beispiel infolge einer Gelenksarthrose an chronischen Schmerzen in den Knien oder an chronischen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule leidet. Die Akupunktur wird diesbezüglich als ein Teil der Schmerztherapie betrachtet. Akupunkturbehandlungen gegen Kopfweh oder andere Leiden muss der Patient im Normalfall jedoch selbst bezahlen.

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Ayurveda

Der Begriff "Ayurveda" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie "Lebensweisheit". Als traditionelles indisches Heilverfahren genießt das Ayurveda insbesondere in den Ländern Indien, Sri Lanka und Nepal ein sehr hohes Ansehen.

Beim Ayurveda handelt es sich um ein sehr altes Gesundheitssystem, dessen Alter auf über 5000 Jahre geschätzt wird. Die Agnivesha Tantra-Texte sind rund 3000 Jahre alt. Demnach hat das Ayurveda seinen Ursprung in der Hochkultur der Veden. Urheber der Heilkunst soll eine Figur namens Dhanvantari gewesen sein. Das Ayurveda ist darüber hinaus eine der vier heiligen hinduistischen Schriften.

Eine ganzheitliche Heilmethode

Das Ayurveda erhebt für sich den Anspruch, eine ganzheitliche Heilmethode zu sein, die das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele berücksichtigt. Diesbezüglich betrachten die Inder die Krankheit als eine der höchsten Formen des Asketentums.

Im Rahmen des Ayurveda spielen die so genannten Doshas eine übergeordnete Rolle. Die Doshas bezeichnen unterschiedliche Lebensenergien oder Temperamente. Es gibt demnach die drei verschiedenen Doshas Vata, Pitta und Kapha.

Vata symbolisiert das Bewegungsprinzip und steht demnach für Luft, Wind und Äther. Pitta ist das Stoffwechsel- oder Feuerprinzip und steht für Feuer und Wasser. Kapha ist das Strukturprinzip und steht für Wasser und Erde.

Die Dosha sind die Faktoren, die den Körper beeinflussen und können demnach der Einfachheit halber auch als Bioenergien bezeichnet werden. Der indischen Lehre zufolge existieren diese Bioenergien in jedem Organismus, jedoch in einer individuellen Gewichtung. So werden manche Menschen von einer bestimmten Bioenergie beherrscht, andere wiederum von zwei oder gar drei Doshas.

Das Ideal besteht darin, dass diese drei Energien in einem Gleichgewicht zueinander bestehen. Die Medikamentation im Ayurveda ist demnach davon abhängig, welche Doshas in dem Patienten vorherrschend sind. Die Gewichtung der Doshas wird vom Ayurveda-Arzt mit Hilfe einer Pulsmessung festgestellt.

Das optimale Verhältnis der Doshas zueinander ergibt sich wiederum aus dem Horoskop des betreffenden Patienten. Daher ist für jedes Individuum eine andere Behandlung notwendig. Der Ayurveda-Arzt versucht, die aus dem Lot geratene Balance wieder herzustellen und den Körper zu entschlacken. Um dieses Ziel zu erreichen, werden unter anderem spezielle Reinigungsverfahren angewandt.

Die für das Ayurveda typischen Methoden sind Bäder, Fasten, Einläufe, Aderlass, Medikamentation mit aus natürlichen Substanzen herstellten Heilmitteln und künstlich herbeigeführtes Erbrechen. Darüber hinaus umfasst das Ayurveda auch Massagen, Musik- und Farbtherapien sowie Atem- und Yogaübungen.

Die ayurvedische Ernährung

Neben den Ayurveda-Massagen, den Entschlackungstechniken, dem Yoga und der Pflanzenheilkunde spielt auch die Ernährungslehre eine Rolle im Ayurveda. Demnach setzt sich das Leben aus den Sinnen, dem Verstand, der Seele und dem Körper zusammen.

Der Mensch besteht aus den sieben Basisstoffen Shukra, Majja, Asthi, Meda, Mansa, Rakta und Rasa sowie aus den Abfallstoffen Urin, Kot und Schweiß. Die Gesamtheit wird als Body Matrix bezeichnet. Verderb und Gedeih der Body Matrix sind von der Ernährung abhängig.

Die Ernährungsregeln des Ayurveda besagen, dass man nur dann essen soll, wenn man Hunger hat, dass Zwischenmahlzeiten tabu und die Hauptmahlzeiten auf den Mittag zu legen sind. Des Weiteren ist beim Essen Ruhe wichtig, der Abstand zwischen den einzelnen Mahlzeiten hat mindestens drei Stunden zu betragen, ein Sattessen ist unvorteilhaft, und es sollten ausschließlich frische Lebensmittel verzehrt werden. Außerdem sollte jede Mahlzeit süße, saure, scharfe, bittere, salzige und herbe Elemente enthalten.

Eine Wirksamkeit des Ayurveda-Verfahrens konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Ayurveda-Texte machen darauf aufmerksam, dass der Mensch stets nur ein Heilmittel zu sich nehmen solle, das aus Pflanzen hergestellt ist, die in dem Heimatland des Patienten gedeihen. Tatsache ist jedoch, dass im Rahmen des Ayurveda-Booms in den USA und in Europa Unmengen Elixiere und Tinkturen aus Indien importiert werden, die aus südasiatischen Kräutern zusammengesetzt sind.

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Fango

Fango ist ein Wort aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie Schlamm oder Schmutz. In der Tat handelt es sich beim Fango um einen heilenden Mineralschlamm, der zumeist vulkanischen Ursprungs ist.

Die Nutzung des Fangos zu Heilzwecken, beziehungsweise zur Förderung der Gesundheit hat insbesondere in Italien eine sehr lange Tradition. So wussten bereits die alten Römer den historischen Quellen entsprechend die wohltuende Wirkung des vulkanischen Schlamms sehr zu schätzen.

Man unterscheidet zwei verschiedene Arten von Fango, den organischen und den anorganischen Fango.

Organischer Fango

Der aus Italien stammende Fango besteht aus den drei Teilen Fangoschlamm, Thermalwasser und Algen, beziehungsweise Mikroorganismen, die der Heilerde zugesetzt werden und für den biologischen Reifeprozess sorgen. Der Reifeprozess des Fangos nimmt wenigstens sechzig Tage in Anspruch.

In einer der populärsten Fangoregionen entsteht der organische Heilschlamm hingegen auf eine besondere Weise. Die Region um den Euganeischen Hügel, beziehungsweise um das Euganeische Becken herum wird mit einem Thermalwasser gespeist. Das Wasser stammt aus einer Quelle, die sich in den Alpen befindet, wobei sich der Wasserlauf auf einem unterirdischen Weg durch verschiedene Gesteinsschichten bewegt, bis er letztendlich im Euganeischen Becken als Artesischer Brunnen an der Erdoberfläche austritt.

Da das 80 bis 85 Grad Celsius heiße Thermalwasser bis dato zahlreiche Gesteinsschichten durchlaufen hat, ist es nicht nur salz-, sondern auch brom- und iodhaltig. Das Wasser aus dem Artesischen Brunnen wird über die Reifebecken geleitet, in denen der Fangoschlamm lagert. Dadurch wird letztendlich auch die Reifung der Mikroorganismen und der Algen gefördert.

Der aus hellblauem Lehm bestehende Fangoschlamm selbst entstammt wiederum dem Euganeischen Becken. Erst wenn der Schlamm einen bestimmten Reifegrad erreicht hat, wird er in Eimer abgefüllt und den verschiedensten medizinischen Zwecken zugeführt.

Üblicherweise wird der in den Kurorten Montegrotto, Battaglia, Galzignano und Abano verwendete Fangoschlamm nach der Anwendung wieder in das Reifebecken zurückgegeben.

Viele andere Kurorte bedienen sich wiederum zur Herstellung des Fangos eines speziellen Gesteinsmehls. Das zur Aufbereitung verwendete Mineral- oder Thermalwasser entstammt auch hier zumeist einer örtlichen Quelle.

Anorganischer Fango

Viele Länder außerhalb Italiens verwenden größtenteils Fango, der nicht auf jene beschriebene Weise aufbereitet wurde. Diese Fangos gehen auf Gestein vulkanischen Ursprungs zurück, wobei in erster Linie die thermophysikalischen Eigenschaften sowie die spezielle Mineralisation genutzt werden.

Der aus vulkanischem Gestein bestehende Schlamm stammt unter anderem aus der Eifel oder aber auch aus der Gegend des Kaiserstuhls. In Deutschland wird das für die Fango-Packungen verwendete Material zum Beispiel in Bötzingen bei Freiburg sowie in Bad Neuenahr beim Laacher See zu Tage gefördert.

In Österreich befinden sich im Steirischen Vulkanland ebenfalls sehr ergiebige Quellen. Das Vulkangestein wird zerbröselt, erhitzt und anschließend zu feinem Pulver vermahlen. Im Anschluss daran wird das Pulver, beziehungsweise das Granulat, mit ortstypischem Mineral-, Leitungs- oder Thermalwasser angemischt. In manchen Fällen erhält der auf diese Art und Weise entstandene Fango noch Zusätze wie Schwefel, Sole oder Radon.

Der anorganische Fango wird nach der Anwendung umweltgerecht entsorgt, zum Beispiel kompostiert oder als Mineraldünger eingesetzt.

Die Fangopackung

Der Fango wird in Form einer so genannten Fangopackung auf dem Körper verteilt. Hierfür wird der Schlamm auf eine Temperatur von etwa 45 bis 50 Grad Celsius erhitzt und in einer Dicke von rund drei Zentimetern auf den zu behandelnden Körperbereich aufgetragen. Um einen etwaigen Wärmeverlust zu vermeiden, wird der Körper im Anschluss daran sehr häufig mit hierfür geeigneten Decken oder einer Folie abgedeckt.

Die Fangopackung bleibt etwa zwanzig bis vierzig Minuten auf dem Körper, so dass die wohltuende Wärme tief in den Körper eindringen kann. Sehr häufig wird eine Fangobehandlung mit einer Bewegungstherapie oder mit Massagen gekoppelt.

Fangopackungen werden traditionell bei Rheuma, Rücken-, Schulter- und Nackenproblemen, bei Sehnenscheidenentzündungen, Menstruationsbeschwerden, Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen, Muskelverhärtungen, traumatischen Distorsionen und Kontusionen sowie bei Spasmen, die die glattmuskulären Organe betreffen, angewandt.

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Klassische Massage

Durch eine Massage wird die Muskulatur, das Bindegewebe oder die Haut infolge eines Zug-, Druck- oder Dehnungsreizes manuell beeinflusst. Als ältestes Heilmittel wird die Massage in sehr vielen verschiedenen Methoden angewandt und hat diesbezüglich immer eine Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit zum Ziel.

Massagen werden unter anderem praktiziert, um Muskelverspannungen zu lösen, um die Durchblutung zu steigern, um die Wundheilung zu verbessern, um Narben und Verklebungen abzuschwächen, um die Pulsfrequenz und den Blutdruck zu senken, um Schmerzen zu lindern, um über Reflexbögen auf innere Organe einwirken zu können, um Stress zu reduzieren, um eine psychische Anspannung zu lösen, um den Zellstoffwechsel zu optimieren, um das Bindegewebe und die Haut zu entspannen und um das vegetative Nervensystem zu beinflussen.

Die direkt wirkende und die reflektorisch wirkende Massage

Es gibt zwei verschiedene Grundarten der Massage.

Die direkt wirkende und zugleich klassische Form der Massage behandelt exakt jene Stelle, die der Masseur mechanisch bearbeitet. Diese Methode ist wissenschaftlich anerkannt und zeigt ihre Wirkung zum Beispiel bei Muskelverspannungen, wobei auch die Lymphdrainage eine direkte Form der Massage ist.

Die andere Variante der Massage basiert auf der Annahme, man könne mit Hilfe der Stimulation bestimmter Körperareale auch organbedingte Leiden beheben. Diesbezüglich bedient man sich der so genannten Reflexbögen. Bei dieser Methode wird das erkrankte Körperteil nicht direkt behandelt, weshalb man auch von einer reflektorischen Wirkung spricht.

Diese indirekten Massagen müssen vom Patienten zumeist selbst bezahlt werden, da viele gesetzliche Krankenkassen hierfür nicht aufkommen. Zu den auf der reflektorischen Wirkung beruhenden Massagearten gehören unter anderem die Akupressur, die Reflexzonenmassage der Fußsohlen und Hände, die Schröpfkopfmassage, das Watsu sowie die Thai-Massage.

Die klassische Massage

Die klassische Massage ist eine weltweit anerkannte Heilmethode, die von Krankengymnasten, Ärzten und Masseuren praktiziert wird. Mit Hilfe der klassischen Massage, die oft auch als schwedische Massage bezeichnet wird, werden in erster Linie Muskelverhärtungen, Verspannungen, Wirbelsäulen-Syndrome, posttraumatische Veränderungen sowie Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates behandelt.

In der klassischen Massage werden fünf verschiedene Handgriffe angewandt. Der wohl angenehmste Part einer solchen Massage ist das Effleurage, das Streichen, das insbesondere vor und nach der eigentlichen Behandlung angewandt wird, zum Beispiel um das Öl auf der Haut zu verstreichen, den Patienten an das Massieren zu gewöhnen oder die gestresste Muskulatur am Ende der Massage zu beruhigen.

Unter einer Petrissage versteht man hingegen das Walken und Durchkneten der betroffenen Körperteile. Diesbezüglich wird die Muskulatur samt der Haut entweder mit der ganzen Hand oder aber auch nur zwischen Mittelfinger, Zeigefinger und Daumen geknetet und gewalkt. Bei der Walkung wird ein gezielter Druck auf den Muskel sowie auf den darunter liegenden Knochen ausgeübt. Durch diese Maßnahme wird die Verblutung verbessert und Verspannungen gelöst.

Bei der Friktion wird die Muskulatur mit Hilfe der Handballen oder der Fingerspitzen in kleinen, kreisenden Bewegungen massiert. Diese Methode hilft bei Muskelverhärtungen und Verspannungen. Hierbei handelt es sich um eine sehr massive Art der Massage, die unter Umständen auch ein wenig schmerzhaft sein kann.

Die Klopfung wird hingegen als Tapotement bezeichnet. Bei der Klopfung schlägt der Masseur mit der flachen Hand, den Fingern oder der Handkante auf das zu behandelnde Körperteil. Dadurch wird die periphere Durchblutung gefördert und der Tonus der Muskulatur verändert. Eine Klopfmassage dient auch dazu, etwaig vorhandenen Schleim in der Lunge zu lösen. Hierbei schlägt der Masseur mit der Hohlhand genau dorthin, wo sich die Lunge befindet.

Die letzte der fünf Massagemethoden ist die Vibration. Der Masseur erzeugt die Vibrationen durch ein Zittern der Muskeln. Dazu werden die flache Hand oder die Fingerspitzen auf das betreffende Körperteil aufgelegt. Die Wirkung des Muskelzitterns kann unter Umständen sogar tiefer gelegene Organe oder Gewebe erreichen. Die krampflösende Vibration wird allgemein als lockernd und angenehm empfunden.

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Klangschalenmassage

Die Klangschalenmassage findet in der heutigen Zeit immer mehr Anhänger. Gerade die derzeit sehr populäre "Wellness"-Bewegung bedient sich der Klangschalen, da man die entspannende Wirkung dieser Art von Meditation gerade in unserer heutigen und oftmals sehr hektischen Zeit sehr zu schätzen weiß. In der Regel können die Klangschalen im Rahmen einer solchen Wohlfühl-Behandlung den persönlichen Vorlieben entsprechend ausgewählt werden.

Neben der Motivation, die Klangschalenmassage ausschließlich zu Entspannungszwecken durchzuführen, gibt es jedoch nicht wenige Therapeuten, die an ihre Behandlungsmethode weitaus höhere Ansprüche stellen. So behaupten zum Beispiel etliche Esoteriker, man könne mit Hilfe der Klangschalen, beziehungsweise mit dem Klang und der damit verbundenen Vibration, Blockaden lösen, die im feinstofflichen Bereich zu suchen sind. Der Klang der Schalen soll demnach bis tief in die Aura, beziehungsweise in die Chakren hinein wirken, nicht zuletzt deshalb, um die Kraftzentren energetisch aufzuladen.

Körpertherapeuten, die sich der Klangschalenmethode bedienen, meinen hingegen, dass durch diese Art der Massage Traumatisierungen besser verarbeitet werden können. Ihrer Meinung nach sollen die Töne tief in das Körpergedächtnis eindringen und diesbezüglich in der Lage sein, das dort befindliche Trauma aufzulösen. Es gibt jedoch auch astrologisch interessierte Klangtherapeuten, die sich an den astronomischen und mathematischen Ausführungen von Cousto orientieren und mit so genannten Planetenschalen arbeiten.

Eine Besonderheit sind zudem die aus Holz gefertigten Klangwiegen, die der zu behandelnden Person ausreichend Platz bieten. Die Wiege lässt sich nicht nur schaukeln, sondern verfügt des Weiteren auch noch über eine Öffnung, an der Saiten angebracht sind. Indem der Therapeut die Saiten auf eine entsprechende Weise zupft, entstehen die gewünschten Töne.

Die Klangmassage beruht auf der Theorie, dass der Körper zu einem großen Teil aus Wasser besteht und dass durch das Anschlagen der Schalen Schwingungen erzeugt werden, die diesen durchdringen. Demnach wird das im Körper befindliche Wasser durch die Schallwellen auf eine bestimmte Weise bewegt.

Bei der Klangschalenmassage handelt es sich demnach um eine rein innerlich stattfindende Form der Massage, die auf eine Stimulation der Körperzellen abzielt. Dadurch sollen seelische und körperliche Verspannungen gelockert werden.

Andere Klangschalen-Therapeuten zielen vielmehr darauf ab, die Chakren zu harmonisieren und diese auf eine positive Weise zu beeinflussen. Die Chakren sind der alten indischen Lehre zufolge bestimmte Kraftzentren, die sich auf den Körper verteilen. Diesbezüglich existiert eine spezielle Methode der Klangmassage, wobei den unterschiedlichen Chakren bestimmte Töne zugeordnet werden.

Andere Menschen vertreten wiederum die Theorie, dass die mittels der Klangschalen behandelte Person durch die Töne in einen Zustand der Trance versetzt wird, so dass sich allein auf Grund dieser Tatsache die körperliche, geistige und seelische Verfassung ändern kann.

Der Ursprung der Klangmassage

Der genaue Entstehungsort der Klangmassage ist unbekannt. Allerdings wird eine Herkunft aus dem tibetischen Raum oder aus Indien vermutet. Die Klangschalen werden in den genannten Ländern als Küchengeschirr genutzt. Diese besondere Schalenart wurde unter anderem im Himalaya-Gebiet hergestellt, wobei es in den Jahren zwischen 1900 und 1949 zu einem Produktionsstillstand kam.

In den 80er Jahren wurde das tibetanische Essgeschirr von einigen Teilen der westlichen Bevölkerung für Klangschalen gehalten. In der Tat war es möglich, den Metallschalen die zauberhaftesten Töne zu entlocken.

In der Esoterik-Szene ist die Annahme weit verbreitet, dass es sich bei der Klangschalenmassage um ein altes buddhistisches Verfahren handelt. Wissenschaftlich konnte diese Behauptung allerdings nicht bestätigt werden.

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Unterwasserdruckstrahlmassage

Die Unterwasserdruckstrahlmassage ist ein hydrotherapeutisches Verfahren, bei dem die zu behandelnde Person in einer Wanne sitzt und mit einem starken Wasserstrahl massiert wird. Die Massage mittels eines Wasserschlauches wird seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts praktiziert.

Um die Unterwasserdruckstrahlmassage durchführen zu können, wird neben einer hierfür geeigneten Wanne darüber hinaus ein Pumpenaggregat benötigt. Es existieren zwei verschiedene Arten der Unterwasserdruckstrahlmassage, das Umwälz- und das Zusatzwasserverfahren.

Beim Umwälzverfahren speist sich der Wasserschlauch aus dem Badewannenwasser, beim Zusatzverfahren führt der Schlauch hingegen Frischwasser. Diesbezüglich wird häufig Wasser zugeführt, das deutlich wärmer ist als das in der Wanne befindliche.

Beim Saugverfahren wird hingegen kein Wasser zugeführt, sondern abgesaugt. Wenn die Düse des Schlauchs die Haut des Patienten abdichtet, so entsteht ein die Massage auslösender Unterdruck. Eine auf diese Art und Weise durchgeführte Behandlung hat viel mit der traditionellen Schröpf-Methode gemeinsam.

Um Düsen mit unterschiedlichen Querschnitten verwenden zu können, befindet sich am Schlauchende eine Vorrichtung, die das Auswechseln der Düse ermöglicht.

Die Wirkung der Unterwasserdruckstrahlmassage

Die Wirkung der Unterwasserdruckstrahlmassage gliedert sich in drei Bereiche:

Der erste Bereich bezieht sich auf das Gewebe und die Muskulatur. Diesbezüglich führt die Unterwasserdruckstrahlmassage zu einer Entstauung und Entspannung der Muskeln und des Gewebes. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel stimuliert, so dass das Gewebe besser mit Nährstoffen versorgt wird und sich diesbezüglich auch die Resorption verbessert. Außerdem werden durch den Wasserstrahl Verklebungen und Vernarbungen des Gewebes entfernt.

Im zweiten Bereich ist eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System zu erwarten. Dank der Wasserstrahlmethode lässt sich die Pulsfrequenz sowie das Schlagvolumen des Herzens steigern, gleichzeitig wird der Blutdruck gesenkt. Ebenso wird der periphere Gefäßwiderstand herabgesetzt und eine Erhöhung der Atemfrequenz setzt ein.

Der dritte und somit letzte Bereich betrifft das Nervensystem. Diesbezüglich kann eine Schmerzlinderung erwartet sowie eine Wirkung im Bereich des vegetativen Nervensystems erreicht werden.

Medizinische Anwendungsbereiche

Die Unterwasserdruckstrahlmassage kann in unterschiedlichen Härten durchgeführt werden. Für manche Krankheitsbilder ist eine schwächere Form sinnvoll, für andere Symptome wiederum ein stärkerer Strahl.

In besonderem Maße bei Verkürzungen oder Versteifungen infolge einer Narbenbildung, bei hypertoner Muskulatur und Myogelosen sollte ein stärkerer Strahl gewählt werden. Gleiches gilf für Patienten mit Schuppenflechte.

Der weitaus größte Teil aller Krankheiten wird hingegen mit einem weichen, sanften Strahl behandelt. Das gilt zum Beispiel insbesondere für den Muskelhartspann, für einen Organ-, Gewebe- oder Zellschwund, für Bänder- und Muskelzerrungen, für Arthrosen sowie für den Morbus Bechterew.

Des Weiteren werden auch Kreislauf-, Organ- oder neurologische Erkrankungen erfolgreich mittels der Unterwasserdruckstrahlmassage behandelt, so zum Beispiel peripher-arterielle Durchblutungsstörungen, Parkinson, Sensibilitätsstörungen, leichtere Erkrankungen der Gallenblase sowie Verstopfungen.

Nicht mit der Unterwasserdruckstrahlmassage behandelt werden sollten hingegen Herzinfarktpatienten sowie Personen mit einer Herzbeutelentzündung oder Menschen, die an einem Roemheld-Syndrom leiden oder an arterieller Hypertonie. Kritisch ist die Unterwasserdruckstrahlmassage auch bei Personen mit einer Leberzirrhose, mit Durchblutungsstörungen der Organe sowie bei Blutern.

Andere Methoden der Wassermassage

Neben der oben beschriebenen Unterwasserdruckstrahlmassage existiert noch die Unterwassermassage, bei der der Masseur die betreffende Person mit seinen Händen unter Wasser massiert und diesbezüglich den Auftrieb und die Wärme des Wassers nutzt.

Sehr beliebt sind des Weiteren die Whirlpools, die heutzutage in fast jedem Wellness-Bad zu finden sind. Hierbei wird der Badende durch spezielle Massagedüsen auf eine zumeist sehr sanfte und daher angenehme Weise durch einen Wasserstrahl massiert.

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Warmsteinmassage (Hot Stone Massage)

Bei der Warmsteinmassage, die auch unter dem englischen Begriff "Hot Stone Massage" bekannt ist, werden erhitzte Steine auf den Körper der zu behandelnden Person gelegt. Diesbezüglich werden die zumeist aus Basalt bestehenden Steine in einem Wasserbecken auf etwa 60 Grad Celsius erhitzt. Die Warmsteinmassage hat in erster Linie das Lösen von Muskelverspannungen zum Ziel.

Die Behandlung mittels erhitzter Gegenstände wird seit Urzeiten im pazifischen, asiatischen und im amerikanischen Raum praktiziert. In Hawaii wurden und werden auch heute noch für die traditionelle Warmsteinmassage erwärmte Lavasteine verwendet.

In der hawaiianischen Sprache wird die Warmsteinmassage häufig auch als Lomi Lomi Nui bezeichnet. Lomi bedeutet in der Sprache der indigenen Bevölkerung so viel wie "reiben" oder "drücken". Nui bedeutet hingegen großartig oder wichtig. Mit der Lomi Lomi Nui-Massage soll dem traditionellen Verständnis entsprechend neben dem Körper auch die Seele behandelt werden.

Die Lomi Lomi - Massage

Die bei uns insbesondere in der heutigen Zeit sehr häufig angebotenen Lomi Lomi-Massagen dienen vordergründig dem Wohlbefinden und sollen demnach auch Spaß machen.

Die Lomi Lomi-Massagen werden nicht ausschließlich mit Steinen durchgeführt. In früheren Zeiten benutzten die Kahuna genannten Masseure jedoch sehr häufig auch Stöcke oder warme Steine bei ihrer Tätigkeit. Runde und zugleich flache gewaschene Steine werden hingegen beim Lomi Lomi ili ili verwendet.

In früheren Zeiten diente die Lomi Lomi - Massage nicht nur Heilzwecken, sondern war auch ein Teil des Initiationsritus und diesbezüglich auch bei der Priesterweihe üblich. Die Lomi Lomi - Massage ist daher bei uns auch unter der Bezeichnung Hawaiianische Tempelmassage bekannt.

Eine komplette Lomi Lomi - Massage dauert etwa zwei Stunden, wobei mit Öl nicht gespart wird. Neben der üblichen Methode, die betreffende Person mit den Händen und dem Unterarm zu behandeln gibt es auch ein Verfahren, bei dem zwei Masseure gleichzeitig mit vier Händen massieren.

Sehr häufig wird eine Lomi Lomi - Massage von typisch hawaiianischen Gesängen und Klängen begleitet. Die Bewegungen des Masseurs sind dementsprechend rhythmisch und schaukelnd. Bei einer klassischen Lomi Lomi - Massage wird mit dem Rücken begonnen, bevor der Bauch bearbeitet wird.

Der ursprüngliche Zweck der Massage ist unter anderem auch die geistige, seelische und körperliche Reinigung. Wie in der chinesischen Medizin geht man auch hier davon aus, dass viele Krankheiten ihre Ursache in einer Blockade des Energieflusses haben.

Die Therapie

Die klassische La-Stone-Massage unterscheidet sich von vielen angebotenen Warmsteinmassagen hauptsächlich durch die Tatsache, dass neben den erhitzten Steinen darüber hinaus kühle Marmorkugeln zum Einsatz gelangen, so dass der entsprechende Reiz auf eine optimale Weise verstärkt wird.

Bei der Warmsteinmassage legt sich die zu behandelnde Person auf die Steine, die allgemein als Layoutsteine bezeichnet werden. Im Anschluss daran werden weitere Steine auf dem Körper verteilt. Andere Steine wiederum dienen dazu, aktiv bewegt zu werden, so dass diesbezüglich eine Massage durchgeführt werden kann. Diese Methode eignet sich besonders gut, um Reibungen zu verursachen.

Eine andere Variante besteht hingegen darin, mit einem bestimmten Steinen die Muskulatur durch Klopfen zu bearbeiten und einen zweiten Stein dazu zu benutzen, um mit diesem den ersten anzuschlagen. Der somit entstehende Massagereiz ähnelt einer Vibration.

Die Warmsteinmassage wirkt nicht nur auf Grund der Wärme sehr positiv auf den Muskel, der sich infolgedessen optimal entspannt, sondern regt auch das vegetative Nervensystem an, was letztendlich aus dem Reiz aus dem Gegensatz zwischen Kälte und Wärme resultiert.

In manchen Fällen wird die Warmsteinmassage auch durch eine Aromatherapie ergänzt. Diesbezüglich wirken neben den bisher genannten Reizen auch noch die ätherischen Öle auf den Körper ein.

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Kneipp-Kur

Sebastian Kneipp

Die kneippsche Heilmethode wurde etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Sebastian Anton Kneipp ins Leben gerufen. Am 17. Mai 1821 in Stephansried in Bayrisch-Schwaben als Sohn eines Webers geboren, erkrankte er im Jahr 1849 28-jährig an Tuberkulose. Er suchte nach einer Möglichkeit, seine Krankheit zu heilen und stieß im Rahmen seiner Recherchen auf ein Buch von Johann Siegmund Hahn, das von der Heilkraft des Wassers handelte.

Nachdem Kneipp mehrere Male ein erfrischendes Bad in der eiskalten Donau genossen hatte, war er tatsächlich wieder gesund. Seither widmete er sich sehr intensiv mit der weiteren Erforschung der Heilkraft des Wassers. Ab dem Jahr 1850 setzte er sein Studium am Georgianum in München fort und behandelte tuberkulosekranke Kommilitonen.

Der im Februar 1853 wegen Kurpfuscherei verurteilte Kneipp konnte dennoch 42 Menschen das Leben retten, die er heimlich geheilt hatte, nachdem in Stephansried die Cholera ausgebrochen war. Später wurde Kneipp Pfarrer in der Ortschaft Wörishofen, die infolgedessen zu einem viel besuchten Kurort avancierte. Das Leben in Wörishofen änderte sich mit dem Einzug Kneipps erheblich, da die Nonnen fortan sehr viel Zeit auf den Feldern zubringen mussten.

Sebastian Kneipp starb am 17. Juni 1897 im Alter von 76 Jahren an einem Unterleibstumor, den er gegen den Rat der Ärzte nicht operieren ließ.

Die Kneipp-Kur

In Deutschland gibt es mehrere spezielle Orte, die den Menschen Kneipp-Kuren anbieten, die sich im Regelfall über einen Zeitraum von etwa drei bis vier Wochen erstrecken. Eine Kneippkur ist insbesondere bei Erkrankungen des Bewegungsapparats, bei einer Abwehrschwäche, bei vegetativen Störungen oder bei Herz- und Kreislauferkrankungen zu empfehlen.

Bei der klassischen Kneipp-Kur gelangen Pflanzenwirkstoffe, Ernährungs- und Bewegungsprinzipien sowie reichlich Wasser zur Anwendung. Eine Kneipp-Kur kann sowohl vorbeugende als auch heilende Ziele verfolgen, wobei insbesondere bei der Behandlung von Krampfadern mit großen Erfolgen zu rechnen ist. Es konnte zudem festgestellt werden, dass sich durch regelmäßige Kneipp-Kuren die Lebenswartung von Bronchitispatienten erhöht und auch deren Lebensqualität durch ein deutliches Lindern der Leiden gesteigert wird.

Im Rahmen der Kneipp-Kuren spielt die Hydrotherapie eine übergeordnete Rolle. So zählen zu den bekanntesten und am verbreitetsten Methoden die Wasserguss-Therapie sowie das Wassertreten in einem seichten, möglichst kühlen Wasser. Bezüglich der Ernährungstherapie wird eine vielseitige Vollwertkost empfohlen. Als Bewegungstherapie empfahl Kneipp seinerzeit das Barfußlaufen als intensive Bewegungsform und zugleich auch zur Abhärtung. Das Barfußlaufen in einer mit Tau benetzten Wiese wird als Tautreten bezeichnet. Daneben gibt es auch noch das Schneegehen. Des Weiteren kommen bei der Kneipp-Kur unter Umständen auch Heilpflanzen zum Einsatz.

Die kneippsche Heilmethode beruht auf dem Prinzip der Reizreaktion. Diesbezüglich werden die körpereigenen Abwehrkräfte entsprechend mobilisiert, so dass der Körper in die Lage versetzt wird, sich selbst zu heilen. Die Kneipp-Medizin sieht sich diesbezüglich nicht als Kontrahent der Schulmedizin, sondern lässt sich gegebenenfalls mit dieser kombinieren und unterstützt diesbezüglich die Heilwirkung auf eine natürliche Weise.

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Meditation

Meditation ist ein lateinisches Wort mit der Bedeutung "überlegen" oder "nachdenken". Die Meditation wird in vielen Kulturen und Religionen als ein Teil der spirituellen Praxis verstanden. Demnach dienen Konzentrationsübungen dazu, die innere Ruhe und Balance zu erhalten oder wiederzufinden. In den Kulturen des Ostens wird der Meditation eine bewusstseinserweiternde Wirkung nachgesagt.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten der Meditation. Neben der religiösen Versenkung sind die Methoden Zazen und Vipassana zwei der bekanntesten Traditionen des Fernen Ostens. Hierbei nimmt der Meditierende eine aufrechte Körperhaltung ein. Wichtig ist diesbezüglich, auf den emotionalen, körperlichen und geistigen Zustand zu achten, wobei nur das Hier und Jetzt ausschlaggebend ist.

Die Samatha-Meditation ist hingegen eine Methode des Abschaltens und der absoluten Geistesruhe. Diesbezüglich konzentriert sich die betreffende Person auf einen bestimmten Gegenstand, ein erdachtes Bild, auf einen speziellen Gedanken, auf ein Mantra oder auf den eigenen Atem.

Die transzendentale Meditation wurde von dem Inder Maharishi Mahesh Yogi entwickelt und orientiert sich an der vedischen Tradition. Die transzendentale Meditation bringt neben einer tief empfundenen Stille eine zugleich erhöhte Aufmerksamkeit. Diese Art der Meditation sollte zweimal pro Tag jeweils etwa 15 bis 20 Minuten lang praktiziert werden, wobei der Meditierende im Idealfall mit geschlossenen Augen aufrecht sitzt.

Die Meditation ist auch ein Teil bestimmter Yoga-Übungen. So werden demnach im Raja Yoga die Konzentration sowie ein Zurückziehen der Sinne als Vorstufe der Meditation betrachtet. Darüber hinaus wirken auch über einen längeren Zeitraum hinweg bewegungslos ausgeführte Asanas als meditativ.

Der medizinische Nutzen der Meditation

Da eine regelmäßige Insichkehr mitunter sehr beruhigend wirken kann, empfehlen nicht wenige Ärzte die Meditation als Entspannungstechnik. Die Wirkung der Meditation macht sich neurologisch durch eine Veränderung der Hirnwellen bemerkbar.

Im Zustand der tiefsten Entspannung verlangsamt sich darüber hinaus der Herzschlag und die Spannung der Muskeln wird reduziert. Außerdem tritt eine Vertiefung der Atmung ein. Bei tibetischen Mönchen konnte des Weiteren eine erhöhte Aktivität im Bereich des linken Stirnhirnlappens nachgewiesen werden sowie ein Anstieg der Gamma-Wellen.

Das Meditieren kann insbesondere solchen Menschen sehr hilfreich sein und zur inneren Ruhe verhelfen, die zum Beispiel an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden oder an Bluthochdruck. Durch bestimmte Meditationsmethoden lässt sich nicht nur Stress abbauen, sondern auch der Blutdruck senken, was insbesondere für Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten von übergeordneter Bedeutung ist.

Eine Art Meditation ist auch das Autogene Training, das ebenfalls sehr effektiv zur Stressbewältigung beiträgt. Das Autogene Training ist eine psychotherapeutische Methode, die auf einer Selbstsuggestion basiert und diesbezüglich zur Entspannung führen soll. In dieser Hinsicht ähnelt das Autogene Training in manchen Merkmalen der Samatha-Meditation.

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Nahrungsergänzungsmittel

Das in den Drogerien und Apotheken bereitgestellte Sortiment an Nahrungsergänzungsmitteln ist sehr vielfältig. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wird bei diversen Krankheiten sowie bei einer Unterversorgung mit Nährstoffen empfohlen.

Die meisten Nahrungsergänzungsmittel enthalten Vitamine, Antioxidantien oder Mineralstoffe in einer speziellen Zusammensetzung. Diesbezüglich sind Tropfen, Pastillen, Kapseln, Pillen, Pulver, Tabletten oder Brausetabletten erhältlich. Darüber hinaus sind sehr viele Lebensmittel und Getränke aus dem Supermarkt bereits mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen angereichert.

Der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien kann in bestimmten Situationen mitunter sehr stark erhöht sein, zum Beispiel während einer Schwangerschaft und bei Stress. Insbesondere Schwangere sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Jod, Folsäure und Eisen achten, da diese Stoffe für die Entwicklung des noch ungeborenen Lebens letztendlich sehr wichtig sind. Da insbesondere junge, gebärfähige Frauen infolge der monatlich auftretenden Blutungen auch sehr viel Eisen verlieren, kann auch hier die Einnahme von Eisentabletten sehr nützlich sein.

Frauen jenseits der Wechseljahre benötigen hingegen Kalzium, um die Knochen zu stärken und einer Osteoporose effektiv entgegenzuwirken. Vitamin C unterstützt die Immunabwehr und kann unter Umständen vor einer Erkältung schützen. Vitamin C unterstützt darüber hinaus auch die Verwertbarkeit des Eisens.

Es gibt verschiedene Warnzeichen, an denen sich ein Nährstoffmangel feststellen lässt. So können brüchige Fingernägel und stumpfe, trockene Kopfhaare ein Hinweis dafür sein, dass dem Körper zu wenig Eisen, Selen, Zink oder aber Biotin zur Verfügung steht. Diesbezüglich kann durch einen Besuch beim Hautarzt und einen dort durchgeführten Test festgestellt werden, woran es letztendlich mangelt.

Bei dünnem, ausgefranstem Haar hat sich darüber hinaus die Aufnahme eines Kieselerdepräparats schon sehr oft bewährt. Wer an einem Eisen- oder Zinkmangel leidet, der muss nicht zwangsläufig ein Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Meist reicht schon eine geringfügige Ernährungsumstellung, um einen etwaigen Mangel zu beheben.

Bei Eisen- und Zinkmangel sollte ausreichend Fleisch konsumiert werden. Sehr eisenhaltig sind hingegen auch die Säfte roter Früchte. Besonders reich an Zink ist zum Beispiel Hühnersuppe, die auch hervorragend gegen Erkältungen hilft.

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Naturheilkunde

Die Naturheilkunde umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden. So zielen einige Verfahren darauf ab, die körpereigene Abwehrkraft zu mobilisieren. Andere Verfahren bedienen sich wiederum der Heilkräfte, die vor allem in den Pflanzen ruhen.

Die klassische Naturheilkunde umfasst die Methoden der Hydrotherapie und der Balneotherapie, unter anderem auch die Heilmethoden von Sebastian Kneipp, die Phytotherapie, bei der bestimmte Pflanzenwirkstoffe zum Einsatz gelangen, die Bewegungstherapie, die Aromatherapie, bei der ätherische Öle das Wohlbefinden steigern sollen, die Ordnungstherapie, die eine ausgewogene Lebensführung propagiert, sowie das Heilfasten.

Zur Alternativmedizin gehört unter anderem die Homöopathie, bei der die Selbstheilungskräfte durch die Verabreichung nicht mehr wahrnehmbarer Substanzen angeregt werden sollen, sowie die Bach-Blüten-Therapie. Auch die traditionelle chinesische Medizin fällt in dieses Schema, ebenso wie das Ayurveda, die Anthroposophie und die Akupunktur.

Der größte Teil dieser naturheilkundlichen Methoden ist ganzheitlich orientiert, das heißt, dass Körper, Geist und Seele als ein Ganzes betrachtet werden. Diesbezüglich wird versucht, eine im Krankheitsfall gestörte Harmonie wieder ins rechte Lot zu bringen.

Die Naturheilkunde ist sehr viel älter als die heutzutage praktizierte Schulmedizin. Bereits zur Zeit des Hippokrates wurde die Natur für die Gesundung des Menschen genutzt. Die Wirkung der Heilpflanzen ist bereits seit der Steinzeit bekannt und das Wissen darüber war weltweit verbreitet.

Sehr viele Menschen vertrauen auch heute noch der Naturheilkunde. In diesem Sinn sehr populär ist zum Beispiel die Kneipp-Medizin oder die Homöopathie. Auch wenn eine Wirkung bei der Homöopathie wissenschaftlich nicht nachgewiesen kann, so ist die Zahl derer, die von dieser Heilmethode überzeugt sind, doch sehr hoch. Wahrscheinlich spielt bei der Heilung eines Menschen auch der Glaube an die Gesundung eine gewisse Rolle.

Um sich rundum wohlzufühlen und gesund zu bleiben, bedarf es jedoch keiner intensiven Versorgung mit Kräutersubstanzen und Tinkturen. Ein Täschen Kräutertee tut zwar hin und wieder gut, aber sehr viel gesundheitsfördernder sind zum Beispiel regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Ruhe, gesunde Nahrungsmittel, viel Sonnenlicht und positive Gedanken.

Gerade der Schlaf ist für die innere Balance sehr viel wichtiger als oftmals angenommen. Denn während des Schlafes regeneriert sich der Körper und rüstet sich für einen neuen und hoffentlich ereignisreichen Tag. Menschen, die in der Nacht ausreichend schlafen und sich am Tag viel an der Sonne bewegen, sind in der Regel gesünder als Stubenhocker, die ihre Nächte vor dem Fernseher verbringen.

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Schlaf und Entspannung

In der Ruhe liegt die Kraft

Ohne Schlaf könnte der Mensch nicht überleben. Während des Schlafes sind die Puls- und die Atemfrequenz deutlich herabgesetzt und auch der Blutdruck befindet sich auf einem Tiefstand. Des Weiteren verändert sich auch die Gehirnaktivität im Zustand der absoluten Ruhe.

Wann wir schlafen, ist in erster Linie von unserer inneren Uhr abhängig. Die innere Uhr ist es auch, die unseren Hormonhaushalt regelt. Außerdem ist die Schlafenszeit auch davon abhängig, wann wir aus dem letzten Schlaf erwacht sind. Diesbezüglich lässt sich die innere Uhr mitunter auch überrumpeln, so dass ein späteres Zubettgehen mit einem späteren Aufstehen kompensiert werden kann. Was aber auf keinen Fall passieren darf, ist ein Schlafdefizit, das letztendlich unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden beeinträchtigt.

Im Durchschnitt schläft ein erwachsener Mensch etwa sieben Stunden pro Nacht, was der optimalen Schlafdauer entspricht. Wer regelmäßig zwischen sechs und acht Stunden schläft, liegt somit im Normalbereich. Das Schlafbedürfnis ist jedoch von Individuum zu Individuum verschieden, so dass manche Menschen mehr Schlaf brauchen und manche weniger.

Außerdem kann auch keine allgemeine Aussage darüber gemacht werden, wann die optimale Zeit gekommen ist, um zu Bett zu gehen. So gibt es Menschen, die sehr früh aufstehen und dafür abends sehr viel rascher ermüden, und wiederum solche, die bis in die tiefe Nacht hinein hellwach sind und dafür zu den Langschläfern gehören.

Die Folgen des Schlafmangels

Während eine durchgefeierte Nacht hin und wieder verkraftet wird, so macht sich insbesondere ein chronischer Schlafmangel durch gesundheitliche Defizite bemerkbar. So können zum einen eine mentale sowie körperliche Müdigkeit auftreten, infolgedessen die Leistungsfähigkeit stark herabgesetzt ist.

Während des Schlafes erholen sich die Organe und der Körper tankt neue Kräfte, so dass die Körperfunktionen in der ersten Zeit nach dem Erwachen in der Regel sehr viel besser funktionieren als unmittelbar vor dem Zubettgehen. Es konnte außerdem nachgewiesen werden, dass ausreichend Schlaf die Wundheilung fördert. Wie Tierversuche zeigen, ist bei einem Schlafmangel auch die Immunabwehr geschwächt.

Der Schlaf besitzt darüber hinaus auch eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel, so dass sich die Zellen erneuern können. Außerdem steigt während des Schlafes die Konzentration an Wachstumshormonen deutlich an. Wahrscheinlich liegt darin auch das Geheimnis des Schönheitsschlafes begründet.

Während der Traumphasen verarbeitet der Mensch des Weiteren das am Tag Erlebte. Diesbezüglich reinigt sich das Gehirn auch von nicht benötigten Informationen, um den Denkapparat nicht grundlos zu belasten.

Die Folgen des Schlafmangels können gravierend sein. So fanden zum Beispiel Ratten, die am Schlafen gehindert wurden, nach bereits einer Woche den Tod. Die Tiere konnten ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren und magerten stark ab.

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Yoga

Als ursprünglich aus Indien stammende philosophische Lehre umfasst das Yoga eine ganze Reihe körperlicher und geistiger Übungen. Dazu zählen unter anderem die Yoga-Disziplinen Asanas, Niyama, Yama, Kriyas, Pratyahara, Pranayama sowie Askese und Meditation.

Das Yoga stand und steht auch heute noch in religiöser Verbindung, indem es dem Probanden ermöglicht, mit der göttlichen Energie zu verschmelzen und den Einklang zwischen Körper, Geist und Seele herzustellen.

Der indischen Lehre gemäß sollte man sich den Menschen so vorstellen, dass er in seinem Körper auf Reisen geht. Der Kutscher, der den als Wagen vorstellbaren Körper lenkt, ist der Verstand, während die fünf Sinnesorgane als Pferde fungieren. Der im Innern der Kutsche befindliche Fahrgast ist die Seele, das Geschirr ist hingegen das Yoga.

Das Yoga zählt im Rahmen der indischen Philosophie zu den sechs klassischen Schulen, die auch Darshanas genannt werden. Diesbezüglich ist Yoga nicht gleich Yoga, da sehr viele verschiedene Ausprägungen existieren. Die in den USA sowie in Europa gängigen Yoga-Praktiken sind die Yogasanas und die Asanas, die hier zumeist nur als körperliche Übung zum Zweck der tiefen Entspannung betrachtet werden.

Doch neben den überwiegend körperlich orientierten Yoga-Übungen gibt es auch solche, die im Rahmen der Meditation die geistigen Kräfte anregen und diesbezüglich auch die Konzentration fördern. Die Atemübungen werden als Pranayama bezeichnet. Wiederum andere praktizierende Yogis leben in Askese.

Die Geschichte des Yoga

Dem Yoga ähnliche Übungen werden bereits seit dem Jahr 700 vor der Zeitrechnung beschrieben. Der Begriff "Yoga" taucht hingegen erstmals etwa 400 vor der Zeitrechnung auf. Das zu dieser Zeit beschriebene Yoga-System gleicht im Wesentlichen dem heutzutage praktizierten.

Im Gegensatz zu früher, als das Yoga noch als rein spiritueller Weg verstanden wurde, um mit Hilfe der Meditation zur Erleuchtung zu gelangen, sind die auch Asanas genannten yogatypischen Körperübungen erst später entstanden. Die Asanas dienen in erster Linie der Kräftigung und der Mobilmachung des Körpers, damit dieser in der Lage ist, längere Zeit über in einem bestimmten Meditationssitz zu verharren. Nach und nach entdeckte man jedoch die allgemein positive Wirkung der speziellen Übungen.

Das Yoga, wie es heute in vielen Kursen in fast jeder Stadt angeboten wird, umfasst vorwiegend körperliche Übungen, die eine Weiterentwicklung jener Asanas darstellen und Körper, Geist und Seele in Einklang bringen sollen. Diesbezüglich ist das so genannte Hatha Yoga sehr weit verbreitet.

Das Hatha Yoga ist eine Erfindung des 15. Jahrhunderts und sieht den Körper als wirksames Mittel, um die spirituellen und existenziellen Ziele des Yoga miteinzubeziehen. Vielfach wird das Yoga heutzutage auch zur Entspannung angewandt und wird diesbezüglich im Rahmen von Kursen angeboten. In den Kursen werden sehr häufig spezielle Körperübungen, Atemübungen, Meditationsphasen und Tiefenentspannung im Wechsel durchgeführt.

Ein weiterer sehr wichtiger Sinn und Zweck des Yoga, im Rahmen dessen diverse Bewegungsabläufe, Körperhaltungen, die Atemführung und die innere Konzentration in einer bestimmten Kombination trainiert werden, besteht darin, die Lebensenergie zu wecken.

Das moderne Yoga

Wurde das Yoga der indischen Tradition entsprechend als eine philosophische Methode zur Bewusstseinserweiterung aufgefasst, so entstehen gerade in der heutigen Zeit Abwandlungen, die mit dem ursprünglichen Zweck nicht mehr viel gemeinsam haben, sondern in erster Linie dazu dienen, die körperliche Leistungsfähigkeit und diesbezüglich auch das Wohlbefinden zu steigern.

So gibt es mittlerweile zum Beispiel das so genannte Power-Yoga, das Bikram Yoga, das bei hohen Raumtemperaturen durchgeführt wird, das dynamische und mit musikalischen Einlagen umrahmte Jivamukti Yoga sowie das Yogilates, das eine Mischung aus Pilates und Yoga darstellt.

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